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Aktuelles aus unserem OGV

Frühjahrswanderung des OGV

ogv fruehjahreswanderung wanderer gruppe trampuswegNach gefühlt viel zu langer Corona-Pause kamen am Sonntag, 8. Mai, wieder die Wanderlustigen des OGV zusammen. Gleich morgens ging es bei Sonnenschein los vom Parkplatz unterhalb des Schützinger Friedhofs in Richtung Meisenbachhof zum Trampusweg.

Dieter Trampus war Förster und Revierleiter auf Gemarkung Illingen und engagiertes Mitglied des OGV. Er hat sich bei der Bepflanzung von Eichensämlingen einen Namen in Baden-Württemberg gemacht. Daher gibt es im Illinger Wald auch die Saatschulen, die Sämlinge wurden weltweit verkauft.

Die fleißigen Wanderer folgten dem Trampusweg und kamen über das Endbergsträsschen zurück nach Schützingen. Die Strecke führte dabei um die Berge Gleichenberg, Endberg und Gausberg. Beim Feldberg wurden die Wanderer von unserem Mitglied Wilhelm Zaiß empfangen. Wilhelm veranschaulichte und erklärte beim Gang durch die Schützinger Reben die Arbeit im Weinberg. Nach so vielen Eindrücken war der Birnensecco von Wilhelms Frau Dorothea am Ende der Weinbergbegehung eine sehr willkommene Überraschung!

Der Abschluss der Wanderung fand bei den Vereinsgaragen statt, wo bereits zahlreiche „Nichtwanderer“ auf die Wandergruppe warteten. Zur Stärkung gab es leckere Gemüsetaler, Steaks und Bratwürste, garniert mit selbstgemachten Salaten, die allen hervorragend
schmeckten. Feiner Kuchen mit einer Tasse Kaffee rundeten zusammen mit dem gemütlichen Plaudern den Nachmittag ab.

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Am Samstag, 12. März, kamen am Obstbaumschnitt Interessierte an der Wiese am Waldfriedhof zusammen, um in der Praxis den richtigen Sitz der Schere und Säge zu üben. Der Streuobstpflegetag ist hierzu ein sehr guter Anlass. Der Aktionstag findet landesweit in ganz Baden-Württemberg statt. Wir haben hier in unserem Bundesland die größten zusammenhängenden Streuobstbestände in ganz Europa! So berichtet der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL), dass jedes Jahr im Monat März teilnehmende Obst- und Gartenbauvereine und viele LOGL-geprüfte Obst- und Gartenfachwarte in dieser bemerkenswerten Aktion ehrenamtlich Streuobstbäume schneiden. So wurden in den letzten Jahren zwischen 5.000 und 9.000 Streuobstbäume gepflegt.

Mit der zunehmenden Trockenheit wird der regelmäßige Schnitt der Streuobstbäume immer wichtiger. Denn abbrechende Äste hinterlassen oft Wunden, die den Baum nachhaltig schädigen bis hin zum Absterben. Gerade alte und damit für die Tierwelt und das Klima sehr wertvolle Bäume sind hiervon stark betroffen.

Die Teilnehmer am Illinger Streuobstpflegetag hatten viele Fragen mit im Gepäck, die Stefan Neuberger anschaulich und anhand der Praxis beantwortete. Die Streuobstpfleger haben fünf Bäume versorgt und wurden anschließend mit einer Verköstigung versorgt.

Mit der zunehmenden Wärme ist die Obstbaumpflege für dieses Jahr abgeschlossen. Rückschnitte im Sommer stehen dann bei der Walnuss an.

Hausgartenschnittunterweisung

Am Samstag, den 5. März, kamen 17 Interessierte zur Hausgartenschnittunterweisung in den Vereinsgarten des OGV Illingen. Stefan Neuberger erläuterte die Besonderheiten der verschiedenen Pflanzen und wie man sie am besten pflegt.

ogv illingen hausgartenschnittBegonnen haben wir mit dem Säulenobst und der Spindel. Der Säulenapfel hat bereits im zweiten Standjahr getragen und kann in seiner schlanken Form bis zu 5 m hochgezogen werden. Die Seitenäste werden auf rund 20 cm eingekürzt. Seine starke Pfahlwurzel stützt ihn gut und sorgt dafür, dass sich der Baum mit einem frei gehaltenen Radius von 50 cm gut versorgen kann – ein richtiger Schwabe was den Platzbedarf anbelangt! Der Spindelapfel wird auf eine Höhe von rund 2,5 m und in einer Pyramidenform gehalten. D. h. die unterste Astebene sollte vital erhalten werden. Hierfür werden stärkere Äste, die weiter oben wachsen großzügig zurückgeschnitten. Bei der Spindel gibt es kein Leitastsystem wie bei Obstbäumen üblich, sondern die Äste sollten sich einfach gut im Kreis verteilen. Die Spindel ist schwach wüchsig und sollte daher mit einem Pfahl gestützt werden, da die Wurzeln sich nicht so stark ausbilden.

ogv illingen hausgarten hausgarten saeulenobstIm OGV Garten wachsen sowohl Sommer- als auch Herbsthimbeeren. Diese werden sehr unterschiedlich geschnitten, weshalb es sinnvoll ist, die verschiedenen Sorten sichtbar getrennt voneinander zu pflanzen. Die Sommerhimbeeren werden jetzt im zeitigen Frühjahr schön „ausgeputzt“, d.h. auf den laufenden Meter werden verteilt rund 10 Triebe stehen gelassen. Die übrigen Triebe werden direkt über dem Boden abgeschnitten. Die Triebe, die im Sommer Früchte getragen haben, wurden bereits nach der Ernte auf diese Weise entfernt. Die nun stehenden Triebe werden hochgezogen und am Draht angebunden. Ggf. etwas einkürzen, damit später die Ernte nicht so schwerfällt. Bei den Herbsthimbeeren werden keine Triebe stehen gelassen! Alle Ruten werden über dem Boden abgeschnitten. Himbeeren mögen es sehr, über den Sommer mit Grasschnitt gemulcht zu werden. So bleibt mehr Feuchtigkeit erhalten und beim Verrotten entstehen sogleich gute Nährstoffe für die Pflanze.

Die Brombeere ist dank des schönen Regens im letzten Sommer ordentlich gewachsen. Sie nimmt mit ihren Haupttrieben mittlerweile das ganze Drahtspalier ein. An jedem Draht wird ein Haupttrieb entlang gezogen. Alle alten vertrockneten Triebe, die im letzten Jahr Früchte getragen haben, werden rausgeschnitten und die Haupttriebe an den Enden auf das Spalierende zurückgenommen. Vorhandene Seitentriebe werden auf 20cm eingekürzt.

Bei der Stachelbeere gab Stefan den Tipp, bereits jetzt an die Ernte zu denken und dass man für diese sicher nicht seine ganzen Hände in Dornen wiederfinden möchte. Daher wird ordentlich Platz gemacht zwischen den Hauptästen. Hierfür Seitenäste zurücknehmen und quer wachsende entfernen. Bodennahe Triebe auch entfernen, da diese durch die Früchte sonst auf den Boden hängen werden.

Die Josta-Beere ist sehr wüchsig. Hier nehmen wir ältere Triebe raus und lassen jüngere stehen. Alle Beerensträucher tragen Früchte am einjährigen Holz.

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Bei der schwarzen und roten Johannisbeere können 7 bis 8 Haupttriebe gezogen werden. Die schwarze Johannisbeere mag es überhaupt nicht, nur die Spitzen zurück geschnitten zu bekommen, daher nimmt man bei ihr einen Trieb immer auf einen Abzweig zurück. Die rote Johannisbeere hingegen wird durch das Zurückschneiden der Spitzen zum Austrieb und damit zur Fruchtbildung angeregt. So sind auch die Beerengeschwister in ihren Vorlieben so unterschiedlich wie wir Menschen auch.

Zu guter Letzt widmeten wir uns noch den Kletterpflanzen. So wird die Clematis auf rund 40 cm Höhe zurückgeschnitten. Auf dieser Höhe entwickeln sich meist schon die ersten Austriebe, die dann innerhalb von einem Jahr wieder das ganze Rankgerüst einnehmen werden. Bei den Kletterrosen werden die Seitentriebe auf drei Augen zurückgeschnitten und hohe Triebe eingekürzt.

Der Sonnenschein, Frischluft, Apfelsaftpunsch und Kuchen luden die Teilnehmer anschließend ein, in den Austausch zu kommen und einfach mal wieder ein Schwätzle zu halten. 

Obstbaumschnittunterweisung

Fachwart Stefan NeubergerAm Samstag den 5. Februar konnte der OGV lllingen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen 23 interessierte Obstbaumbesitzer zur diesjährigen Obstbaumschnittunterweisung willkommen heißen.

Wie gewohnt führte Fachwart Stefan Neuberger zunächst in die Grundlagen ein. Erklärt wurden Formen wie Spindel, Spalier oder Säule sowie der Oeschbergschnitt mit seinen Leitästen und der spindelförmigen Mitte.

An den 5- bis 8-jährigen Apfelbäumen sowie einem Birn- und Zwetschgenbaum erläuterte Stefan Neuberger die Bedeutung der Leitäste und ihrer 45° Ausrichtung vom Mitteltrieb aus. Damit soll eine Breite Krone aufgebaut werden, die auch genügend Licht ins Innere der Krone lässt. Zum Ausrichten eignen sich Haselnussruten, die an den Enden eingekerbt, zwischen Mitteltrieb und Leitast fixiert werden, um den gewünschten Winkel herzustellen. Gerade bei jungen Bäumen lohnt sich ein genauer Blick auf die gewählten Leitäste. Dabei achtet man darauf, ob sich auf der Oberseite zwischen Ast und Mitteltrieb bereits ein „Schlitz“ gebildet hat. Solche „Schlitzäste“ sind in späteren Jahren anfälliger für einen Riss an dieser Stelle, wenn das Gewicht des Leitastes und seiner Fruchtäste größer wird.

Beim Schnitt von jüngeren Bäumen werden die Leitäste auf die gleiche Höhe eingekürzt, um sie in die Saftwaage zu bringen, die Spitze des Mitteltriebs wird auf eine Handbreit höher als die Leitäste eingekürzt. Bei der Spitze gilt: es kann nur eine geben! Senkrecht nach oben oder nach innen wachsende Triebe werden entfernt. Mit dem regelmäßigen Rückschnitt sollen die Leitäste gestärkt und damit eine langlebige starke Krone aufgebaut werden. Und ganz wichtig: keine Stumpen stehen lassen! Die Äste und Triebe immer möglichst an der Verzweigung abschneiden. Auf einen Mitteltrieb wird bei Sauerkirsche und Pfirsich verzichtet und mit 4-5 Leitästen eine sogenannte Hohlkrone gebildet.

Besonders in den ersten 5 Jahren wird empfohlen, um den Stamm des Baumes eine Baumscheibe frei zu halten, indem die Grasnarbe entfernt, der Boden regelmäßig und nicht zu tief gelockert und mit etwas Mulchmaterial, bspw. Rasenschnitt, leicht abgedeckt wird. So wird dem Baum nicht von Gras oder anderem Gestrüpp Wasser und Nährstoffe entzogen.

Wir haben uns sehr gefreut, wieder eine Veranstaltung mit Gästen durchführen zu können. Daher weisen wir auch schon mal auf unsere Hausgartenschnittunterweisung im Vereinsgarten am 5. März sowie den Streuobstpflegetag am 12. März am Waldfriedhof Illingen hin und freuen uns auf rege Teilnahme. Auch hier werden die zu diesem Zeitpunkt gültigen Corona-Maßnahmen gelten.

Stefan Neuberger beantwortet die Fragen der Teilnehmer 

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